Was ist das Herrmann-Modell und das HBDI-Tool?
- Prospektprofile erkennen
- Verkaufstechniken perfektionieren

Im Vertriebstraining gibt es viele Verkaufstechniken, die auf der Analyse von Prospektprofilen basieren, um Ihr Verkaufsgespräch anzupassen. Ned Herrmanns Ansatz der Gehirnpräferenzen hebt vier bevorzugte Denkmodi hervor, die miteinander verbunden sind und die Vielfalt und Komplexität unserer individuellen Funktionsweisen erklären.
Was bedeutet das Herrmann-Modell?
Die Theorie hinter dem Whole Brain-Modell und dem Herrmann Brain Dominance Instrument (HBDI) wird durch über 30 Jahre wissenschaftlicher Forschung gestützt, mit Zuverlässigkeit und Validität, bewiesen durch eine globale Datenbank von mehr als einer Million Personen.
Ned Herrmann, der Schöpfer des Whole Brain®-Modells, wollte die Hirnforschung auf die Geschäftswelt anwenden. Dieses Modell basiert auf dem neurowissenschaftlichen Prinzip, dass das Gehirn in Systemen arbeitet, und identifiziert vier Systeme, die sowohl beruflichen als auch persönlichen Erfolg erklären.
In seinem Gehirndominanzmodell (HBDI) beschreibt Herrmann vier unterschiedliche Denkstile.
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1. Analytisches Denken
Schlüsselwörter: logisch, sachlich, kritisch, technisch, quantitativ
Bevorzugte Aktivitäten: Datensammlung, Analyse, Verständnis von Funktionsweisen, Bewertung von Ideen basierend auf Fakten, Kriterien und logischem Denken.
2. Sequenzielles Denken
Schlüsselwörter: vorsichtig, strukturiert, organisiert, detailorientiert, planend
Bevorzugte Aktivitäten: Befolgen von Anweisungen, detailorientierte Arbeit, schrittweises Problemlösen, Organisation, Umsetzung.
3. Zwischenmenschliches Denken
Schlüsselwörter: kinästhetisch, emotional, spirituell, sensorisch, fühlend
Bevorzugte Aktivitäten: Zuhören und Ideen ausdrücken, Suche nach persönlicher Bedeutung, sensorische Wahrnehmung, Gruppeninteraktion.
4. Imaginatives Denken
Schlüsselwörter: visuell, ganzheitlich, intuitiv, innovativ, konzeptionell
Bevorzugte Aktivitäten: das große Ganze sehen, Initiative ergreifen, Annahmen hinterfragen, visuelle Elemente, metaphorisches Denken, kreatives Problemlösen, langfristige Reflexion.

Mehr über das Herrmann-Modell
Das Herrmann-Modell basiert auf Theorien modularer kognitiver Funktionen, einschließlich gut dokumentierter Spezialisierungen der Hirnrinde und limbischen Systeme sowie Forschungen zur Links-/Rechtshirnlateralisation von Roger Wolcott Sperry, Robert Ornstein, Henry Montzberg und Michael Gazzaniga.
Diese Theorien wurden entwickelt, um eine Metapher für individuelles Denken und Lernen zu schaffen. Die Verwendung dieser Metapher wurde von Hirnforschern wie Terence Hines als zu einfach kritisiert, doch Befürworter argumentieren, dass der metaphorische Rahmen in organisatorischen Kontexten, besonders in Unternehmen und Behörden, hilfreich war.
Das Herrmann Brain Dominance Instrument (HBDI)
Dieses Tool besteht aus einer 116-Fragen-Bewertung, die Ihre Präferenz für jeden der vier Herrmann-Denkmodi bestimmt. Mehr als ein Stil kann dominant sein. Zum Beispiel kann eine Person im Herrmann-Modell starke Präferenzen für analytisches und sequenzielles Denken haben, aber geringere für zwischenmenschliches und imaginatives Denken. Herrmann betont auch, dass jeder alle Stile in unterschiedlichem Maße nutzt.
So lässt sich verstehen, wie unsere Karrierewahl, Arbeitsweise, Lern-, Management- und Kommunikationsstile von unseren Gehirnpräferenzen beeinflusst werden.
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